Dagesh | Netzwerktreffen im Maxim Gorki Theater

“Was für ein bereichernder Abend! Danke, dass ihr uns ins Theater eingeladen habt.”

Im November hat eine Gruppe von Dagesh-Netzwerkmitglieder gemeinsam das Theaterstück „Muttersprache Mameloschn“ im Maxim Gorki Theater Berlin angeschaut. In dem Theaterstück (Text von Netzwerkmitglied Sasha Marianna Salzmann) steht die Beziehung drei jüdischer Frauen – Tochter, Mutter und Großmutter – im Mittelpunkt. Im Stück werden unterschiedliche Strategien der Familienmitglieder im Umgang mit der eigenen jüdisch-deutschen Biografie inszeniert und reflektiert. Der Regisseur Hakan Savaş Mican zeigt die Komplexität der einzelnen Figuren mit viel Humor und Empathie. Sowohl das Team als auch die Netzwerkmitglieder waren sehr angetan von der Inszenierung!

„Sasha Marianna Salzmann erzählt mit großer »Chuzpe« eine Familiengeschichte zwischen Schmerz und Glück. Und die Geschichte einer erstaunlichen Desintegration, die die Kraft hat, Menschen sich und einander näher zu bringen.“ (Gorki)

Im Anschluss der Aufführung traf sich das Netzwerk zum informellen Austausch in der Theaterkantine. Die Schauspielerin und Dagesh-Netzwerkmitglied Alexandra Sinelnikova erzählte über den Probenprozess und ihre Erfahrung der Verkörperung der Figur der Tochter Rahel. Zudem wurden neue Dagesh-Mitglieder begrüßt, sich über zahlreiche laufende Kunstprojekte ausgetauscht und von einem Netzwerk-Mitglied ein Einblick in die neue Initiative „lost jew crew“ gegeben.

Wir danken allen Beteiligten für den schönen gemeinsamen Theaterabend, das Mitwirken und Mitdiskutieren und freuen uns auf die kommenden Netzwerktreffen im nächsten Jahr!

Mehr News

Future 500 | Podcastfolge 3: Global DialoguePerspectives Jo Frank im Gespräch mit Marco Ventura

Future 500 | Podcastfolge 3: Global DialoguePerspectives Jo Frank im Gespräch mit Marco Ventura

In dieser Folge von Global DialoguePerspectives spricht Jo Frank mit Marco Ventura – Professor für Recht und Religion an der Universität Siena und ein führender Wissenschaftler auf den Gebieten Religionsfreiheit, religiöse Diplomatie sowie der Beziehung zwischen Religion und Innovation. Ausgehend von seiner Arbeit in der Wissenschaft und in europäischen politischen Netzwerken reflektiert Ventura darüber, wie religiöse Gemeinschaften mit dem technologischen Wandel, künstlicher Intelligenz und sich wandelnden Formen der Autorität in heutigen Gesellschaften umgehen.

Mehr lesen
Future 500 | Retrospekt: Sommer Workshop “Has Dialogue Failed? Towards a New Concept of Interreligious Engagement”

Future 500 | Retrospekt: Sommer Workshop “Has Dialogue Failed? Towards a New Concept of Interreligious Engagement”

Der interreligiöse Dialog hat einen Großteil seiner Legitimität auf einem unhinterfragten Syllogismus aufgebaut: dass Kontakt Verständnis schafft, Verständnis Vertrauen schafft und Vertrauen schließlich Frieden hervorbringt. Diese Abfolge bricht in der Praxis zusammen. Die theologische Einordnung des Krieges in der Ukraine durch die russisch-orthodoxe Kirche, der Zusammenbruch der Dialogräume nach dem 7. Oktober und der darauf folgende Krieg im Gazastreifen sowie das Aufkommen von Antisemitismus und antimuslimischem Rassismus in ganz Europa haben offenbart, wie leicht Begegnungen mit anhaltendem Unrecht koexistieren oder diesem sogar Deckung bieten können. Rafael Tyszblat von unserer Partnerorganisation Connecting Actions erklärte: „Die zu frühe Suche nach Gemeinsamkeiten ist oft das Ergebnis mangelnder Ehrlichkeit, wenn es um Machtverhältnisse geht. Frieden lässt sich nicht allein durch gute Absichten erreichen.“ Was benötigt wird, ist kein weiteres Format, sondern die Bereitschaft zu hinterfragen, wem ein bestimmter Raum der Begegnung tatsächlich dient.

Mehr lesen