DialoguePerspectives | Rückblick: Sommerfest

Beim Sommerfest von DialoguePerspectives e.V. wurde das erste Henri-Vogel-Stipendium in Anwesenheit von Henri Vogels Familie, Freund*innen und Wegbegleiter*innen an Künstler*in und Filmemacher*in Theo Ilichenko feierlich verliehen.

Anlässlich der Verleihung erinnerte Prof. Frederek Musall, Vorsitzender von DialoguePerspectives e.V., an das Vermächtnis von Henri Vogel und würdigte ihn als Vordenker und Brückenbauer, dessen selbstloses Engagement für die Unterstützung von trans Personen innerhalb von Glaubens- und Weltanschauungsgemeinschaften zur Schaffung des Stipendiums geführt hat. Frederek Musall verwies in seiner Rede auf Henri Vogels Verständnis, dass trans Personen nicht nur das Recht haben, ihre Identität in allen Lebensbereichen zu leben – auch und gerade in spirituellen und weltanschaulichen Gemeinschaften: „Er erkannte über das Recht hinaus die stärkende Funktion von Religionen und Weltanschauungen gerade für das Leben in seiner ganzen Vielfalt, und die stärkende Wirkung der Vielfalt für Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften. Henris Leben und Arbeiten verweist darauf, dass Inklusion nicht nur eine politische Forderung ist, sondern eine zutiefst menschliche Notwendigkeit.“

Stephanie Kuhnen, Freundin und Wegbegleiterin Henris, erinnerte mit persönlichen Worten an dessen Leben und Wirken. “Henri war ein Intellektueller durch und durch. Er warf sein ganzes neugieriges Sein in die Zwischenräume von Wissen. Das machte ihm größtes Vergnügen, darin herumzuwirbeln und Verbindungen zu schaffen, ohne ein Ergebnis erzwingen oder kontrollieren zu wollen.”

             

Theo Ilichenko, Stipendiat*in des Henri-Vogel-Stipendiums ist ein*e nicht-binäre*r trans*-Künstler*in, Filmemacher*in und Forscher*in. Derzeit promoviert Theo Ilichenko an der Bauhaus-Universität Weimar und erforscht alternative Trauerpraktiken in trans und queeren Gemeinschaften in Griechenland und Brasilien. Die Forschung verbindet kreativen Dokumentarfilm mit wissenschaftlicher Analyse und verortet sich an der Schnittstelle von künstlerischer Forschung und Queer Death Studies.

Im Anschluss an die Verleihung hatten die Gäste des Sommerfests die Gelegenheit im Brotfabrik Kino den Film »Privileg« , der die Geschichte von Henri Vogel erzählt, in Anwesenheit des Regisseurs Ali Schmahl anzusehen.

Fotocredits: Andreas Daniel Jakob

         

         

Rede zum Andenken an Henri Vogel von Stephanie Kuhnen

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