Susanne Siegert ist eine der bekanntesten Stimmen der digitalen Erinnerungskultur in Deutschland. Auf Instagram und TikTok klärt sie vor allem über den Holocaust auf und erreicht mit ihrem Kanal @keine.erinnerungskultur über 190.000 Follower*innen.
In ihrem neuen Buch „Gedenken neu denken. Wie sich unser Erinnern an den Holocaust verändern muss”, erschienen im Piper-Verlag, fordert sie eine mehrdimensionale Veränderung der Gedenkarbeit. Sie plädiert für eine pluralistische Erinnerungskultur, die die Verantwortung der Nachfahr*innen der Täter*innengeneration aktiv mitdenkt. Dabei geht es nicht nur um die bekannten Geschichten, sondern auch um die weniger beleuchteten Aspekte der NS-Vergangenheit. Susi zeigt auf, wie wichtig eine aktivere und vielfältigere Gedenkkultur ist, um zukünftige Generationen zu erreichen, auch ohne direkte Zeitzeug*innenberichte.
Mit ihrem Engagement möchte sie nicht nur informieren, sondern auch zum Nachdenken anregen und eine breitere Auseinandersetzung mit der Geschichte fördern.
***
Die Podcastfolge ist in Kooperation mit dem kleinen Pause Podcast von Nicole Schweiß entstanden.
Bei ERINNERUNGSFUTUR berichten Wissenschaftler*innen, Künstler*innen, Journalist*innen und Aktivist*innen über ihre Arbeiten zu und Perspektiven auf Erinnerungskulturen in Deutschland und Europa. Die Reihe ist Teil des Podcasts der DialoguePerspectives e.V.
***
Sprecher*innen: Nicole Schweiß, Susanne Siegert; Editorial team: Hannah Blumas, Angela Mani; Audio-Edit: Gal Yaron Mayersohn; Film Glitch by Snowflake ©2017 Licensed under a Creative Commons Attribution-Noncommercial (3.0) license; Illustration: Rosa Viktoria Ahlers; Kurator*innen: Jo Frank, Johanna Korneli, Max Czollek | © 2025 DialoguePerspectives e.V. | http://www.cppdnetwork.com