CPPD | Podcastfolge 47 „ERINNERUNGSFUTUR“: Nicole Schweiß im Gespräch mit Ismet Tekin und Yamin Hamid

Triggerwarnung: Gewalt, Terror, Antisemitismus, Rassismus, Misogynie
Vorweg zur Erinnerung und Einordnung: Am 9. Oktober 2019 fand in Halle ein antisemitischer, rassistischer und misogyner Terroranschlag statt. Der Täter versuchte zunächst, in die Synagoge im Paulusviertel einzudringen, in der an diesem Tag Yom Kippur, der höchste jüdische Feiertag, begangen wurde. Vor der verschlossenen Tür erschoss er Jana L., eine Passantin, die ihn in einem Akt der Zivilcourage ansprach. Anschließend fuhr er weiter zum Kiezdöner und ermordete dort Kevin S.

In dieser Folge konzentrieren sich Ismet Tekin, der den Anschlag überlebte, und Yamin Hamid, seitdem solidarisch an der Seite der Überlebenden, nicht auf den Tag des Anschlags und die Tat selbst. Stattdessen sprechen sie über Fragen einer pluralen Erinnerungspraxis. Welche Formen des Gedenkens haben sich in Halle seit 2019 entwickelt – und welche nicht? Im Zentrum steht dabei der Tekiez-Raum: ein Ort des Erinnerns, des Gedenkens, des Widerstands und der Gegenwarts- und Zukunftsbewältigung.
Das Gespräch knüpft dabei auch an das Panel-Gespräch „Erinnern im Konflikt“ im Rahmen des CPPD-Festivals im Juni 2025 an, das in Zusammenarbeit mit dem TEKIEZ, „Raum für Erinnerung und Solidarität“ in Halle realisiert wurde.

***Bei ERINNERUNGSFUTUR berichten Wissenschaftler*innen, Künstler*innen, Journalist*innen und Aktivist*innen über ihre Arbeiten zu und Perspektiven auf Erinnerungskulturen in Deutschland und Europa. Die Reihe ist Teil des Podcasts der DialoguePerspectives e.V.
***Sprecher*innen: Nicole Schweiß, Ismet Tekin, Yamin Hamid; Editorial team: Hannah Blumas, Angela Mani; Audio-Edit: Gal Yaron Mayersohn; Film Glitch by Snowflake ©2017 Licensed under a Creative Commons Attribution-Noncommercial (3.0) license; Illustration: Rosa Viktoria Ahlers; Kurator*innen: Jo Frank, Johanna Korneli, Max Czollek | © 2025 DialoguePerspectives e.V. | http://www.cppdnetwork.com

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