CPPD | Rückblick: Europäisches Netzwerktreffen »Über Grenzen hinweg | Across Borders«

13.–14. November 2025 | Zürich/Schweiz

Eine Veranstaltung in Kooperation mit not_your_bubble, einem Projekt des Zürcher Instituts für interreligiösen Dialog (ZIID)

Die Gestaltung einer pluralen, zeitgemäßen Erinnerungskultur benötigt nachhaltige Strukturen und langfristige Zusammenarbeit über europäische Ländergrenzen hinweg. Gerade vor dem Hintergrund sich zuspitzender gesellschaftlicher Polarisierungen in Europa schaffen plurale und nichtöffentliche Räume eine entscheidende Voraussetzung: Sie bieten Gelegenheit für Austausch und Vernetzung europäischer Akteur*innen und ermöglichen das Erarbeitung konkreter Konzepte und Strategien für eine plurale, inklusivere und zukunftsorientierte Erinnerungskultur. Über die Frage nach safe(r), brave(r) oder accountable spaces hinaus müssen diese Räume so gestaltet werden, dass sie die Sichtbarkeit vielfältiger Perspektiven ermöglichen und den Kreis derer erweitern, die an der Gestaltung von Erinnerungskultur teilhaben – für eine Pluralität der Erinnerung, die unsere europäische Demokratie zu stärken vermag.

Im Rahmen des europäischen Netzwertreffens der CPPD kamen zivilgesellschaftliche Akteur*innen aus unterschiedlichen europäischen Zusammenhängen in Zürich zusammen, um über Zusammenarbeit in erinnerungskulturellen und -politischen Kontexten zu reflektieren, Projekte vorzustellen und Strategien für die gemeinsame Arbeit zu entwickeln. Dabei stand das Spannungsverhältnis zwischen länderspezifischen Rahmenbedingungen und der Notwendigkeit europäischer Kooperation und länderübergreifender Strategien im Zentrum des Treffens.

Anhand ausgewählter Projekte, dem Video- und Audioprojekt „Atemräume“ zu Fragen der Zugehörigkeit, Gewaltgeschichte, Erinnerungskultur und Sichtbarkeit (Brunnenpassage Wien), dem Dynamic Memory Lab „Cycles of Decolonisation“ zu Dekolonisierungsprozessen in Europa (CPPD) und der Veranstaltung „Neutralitätstheater – Mythos Schweiz auf dem Prüfstand!“ zu Leerstellen in der Schweizer Erinnerungskultur wurden vielfältige Zugänge zu zentralen erinnerungskulturellen Diskursen aufgezeigt und diskutiert.

Hannan Salamat fasste das Ergebnis des Netzwerktreffens zusammen, indem sie betonte, „dass der Motor für transformative Prozesse vor allem der Zusammenhalt und das Engagement der Zivilgesellschaft ist, die sich sichere, mutige und verantwortungsvolle Räume erarbeitet.“

 

Fotos: ©Cesare Macri, 2025

 

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