Dagesh | Rückblick: 2. Qualifizierungstage 2026 für Dagesh on Tour Honorarkräfte

4.–5. Juni 2026 | Berlin

Am 4. und 5. Juni 2026 kamen die Dagesh on Tour-Honorarkräfte zur zweiten Qualifizierung in diesem Jahr zusammen. Im Zentrum der zwei Tage standen die Auseinandersetzung mit pädagogischen Methoden zur Vermittlung jüdischer Kunst und künstlerischer Positionierung, die Vermittlung des Dagesh-Schutzkonzepts in der Workshop-Praxis sowie eine Reflexion der Zusammenarbeit zwischen den Honorarkräften während der Workshops.

Was ist jüdische Kunst? Perspektiven, Positionen, und Vermittlung

Der erste Teil der Qualifizierung widmete sich der Frage: Wie können Konzepte ‚jüdischer Kunst‘ in der pädagogischen Arbeit vermittelt werden, und welche inhaltlichen Annäherungen an ein Konzept von ‚Jüdischer Kunst‘ können dabei formuliert werden? Angesichts der Vielschichtigkeit und Unschärfe einer Begriffsdefinition stand die gemeinsame Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Perspektiven, Erfahrungen und Positionierungen innerhalb des Feldes im Zentrum. Ausgehend von künstlerischen und pädagogischen Impulsen diskutierten die Teilnehmenden, welche Themen und Konzepte die Arbeit von Dagesh on Tour prägen und wie diese in Workshops vermittelt werden können. Der Workshop bot Raum für die Reflexion der eigenen Rolle, Haltung und Verantwortung als künstlerischer beziehungsweise pädagogischer Leitung und lieferte wichtige Impulse für die zukünftige inhaltliche Gestaltung der Bildungsangebote.

Dagesh-Schutzkonzept in der Praxis

Ein weiterer Schwerpunkt der Qualifizierungstage war die praktische Arbeit mit dem Dagesh-Schutzkonzept. Kristina Omelchenko, Bildungsreferentin und Kulturvermittlerin, sowie Nina Fraeser, Bildungsreferentin und Mediatorin, leiteten den Workshop „How to Schutzkonzept: Sicherheitstraining und Einführung in das Schutzkonzept“. Nach der Vorstellung der aus dem Konzept entwickelten Leitfäden erarbeiteten die Teilnehmenden anhand eines Rollenspiels einen praxisnahen Fall: ein nicht eindeutig einzuordnender antisemitischer Vorfall, bei dessen Bearbeitung die Checklisten und Handlungsleitfäden angewendet wurden. Die Übung ermöglichte es, das Schutzkonzept aus unterschiedlichen Perspektiven zu erproben und seine praktische Anwendbarkeit zu reflektieren. Die Ergebnisse des Workshops fließen in die Weiterentwicklung des Schutzkonzepts ein.

Reflexion zur Zusammenarbeit im Workshop-Tandem

Den Abschluss der Qualifizierung bildete eine Session mit Coach Deborah Kohn. Im ersten Teil stand die Zusammenarbeit der Honorarkräfte in Tandems im Mittelpunkt. Anhand von Praxisbeispielen wurden Fragen der Kommunikation, Rollenverteilung und Konfliktprävention besprochen. Im zweiten Teil wurden die Inhalte der vorangegangenen Workshops gemeinsam reflektiert und zentrale Erkenntnisse zusammengetragen. So konnten wichtige Impulse für die weitere inhaltliche und pädagogische Entwicklung der Dagesh on Tour-Formate festgehalten werden.

Die 2. Qualifizierungstage haben erneut verdeutlicht, wie wertvoll der gemeinsame Austausch zwischen den Honorarkräften ist. Unterschiedliche Perspektiven wurden sichtbar, Methoden und Prozesse zur Workshop-Durchführung erfolgreich vermittelt und konkrete Impulse für die Weiterentwicklung der Dagesh on Tour-Formate entwickelt. Wir danken allen Referent*innen und Honorarkräften für ihre engagierte Mitwirkung.

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