Plural Societies, Shared Responsibility: Strengthening Jewish Community Responses to Antisemitism
13 – 15 October | London, United Kingdom
Antisemitische Vorfälle haben in ganz Europa und darüber hinaus stark zugenommen, wodurch die Sicherheit jüdischer Gemeinschaften erneut unter dringenden Druck geraten ist. Das Vereinigte Königreich bietet hier eine aufschlussreiche Fallstudie – einen Kontext, in dem über Jahrzehnte hinweg gemeinschaftsbasierte Reaktionsstrategien entwickelt wurden und aus dem Erkenntnisse gewonnen werden können, die für den europäischen und internationalen Kontext relevant sind.
Dennoch werden jüdische Gemeinschaften allzu oft als Objekte der Politik behandelt und nicht als Partner bei deren Gestaltung. Dieser Workshop stellt jüdische Perspektiven in den Mittelpunkt der Diskussion und bringt Sicherheitsexpert*innen, Praktiker*innen und politische Akteur*innen zusammen, um zu untersuchen, wie die Maßnahmen gegen Antisemitismus im Einklang mit den Lebenserfahrungen der am stärksten Betroffenen gestärkt werden können.
Der Aufbau von Sicherheit und Resilienz erfordert mehr als nur gemeindespezifische Maßnahmen. Er erfordert ein offenes und kooperatives Engagement über Gemeindegrenzen hinweg – gegründet auf der Erkenntnis, dass eine pluralistische und vielfältige Gesellschaft nicht nur der Kontext für diese Arbeit ist, sondern deren Grundlage und Zweck.
Das Programm verbindet Expert*innenbeiträge, Networking-Möglichkeiten und ein Kompetenztraining zum Thema Resilienz, wobei der Schwerpunkt auf praktischer Relevanz und konstruktiv-kritischer politischer Diskussion liegt. Im Rahmen einer Round-Table-Sitzung werden Mitglieder unserer Plattform die in unseren Arbeitsgruppen erarbeiteten Policy Briefs politischen Entscheidungsträgern auf europäischer und nationaler Ebene vorstellen.
Der Workshop wird sich mit folgenden Fragen befassen:
- Wie können jüdische Gemeinschaften als aktive Partner bei politischen und sicherheitspolitischen Maßnahmen die Reaktion auf Antisemitismus mitgestalten, anstatt lediglich als Schutzbedürftige behandelt zu werden?
- Was lässt sich aus den von den Gemeinden selbst initiierten Reaktionen auf Antisemitismus im Vereinigten Königreich lernen, und welche Ansätze, Strukturen oder Prinzipien lassen sich auf andere europäische und internationale Kontexte übertragen?
- Wie können Sicherheits- und Resilienzmaßnahmen so entwickelt werden, dass sie nicht nur die gelebten Erfahrungen jüdischer Gemeinden widerspiegeln, sondern auch deren interne Vielfalt hinsichtlich Konfessionen, geografischer Lage, Sichtbarkeit und institutioneller Organisationsstufen?
- Welche Formen der gemeinschaftsübergreifenden Zusammenarbeit haben sich bei der Bekämpfung von Antisemitismus als wirksam erwiesen, und welche Bedingungen begünstigen oder behindern eine solche Zusammenarbeit angesichts unterschiedlicher Geschichten, Anfälligkeiten und politischer Kontexte?
- Welche institutionellen und politischen Veränderungen sind notwendig, um sicherzustellen, dass die Partnerschaft mit den Gemeinschaften in den Bereichen Sicherheit und Politik über bloße Rhetorik hinausgeht – und wie können jüdische Gemeinschaften sich auf europäischer und nationaler Ebene wirksam für diese Veränderungen einsetzen?
Der Workshop findet parallel zum Herbstworkshop des Future 500-Netzwerks statt, einem Schwesterprogramm von DialoguePerspectives. Am zweiten Tag des Workshops ist ein gemeinsames Programmelement vorgesehen. Teilnehmer, die sowohl bei der EPNA als auch im Future 500-Netzwerk aktiv sind, werden gebeten, sich für eines der beiden Programme zu entscheiden und sich entsprechend anzumelden. Die Ausschreibung für das Future 500-Netzwerk wird in Kürze veröffentlicht.
Datum und Ort
- Ort: London, United Kingdom
- Start: Oktober 13, 12:00 pm
- Ende: Oktober 15, 1:00 pm
Bewerbungen sind bis zum 15. Juli möglich. Bitte reichen Sie Ihre Bewerbung über das folgende Formular ein: zum Formular.