CPPD | Ankündigung: „PastPerfekt? – Lange Nacht | Literatur und Erinnerungsfutur“

„PastPerfekt? – Lange Nacht | Literatur und Erinnerungsfutur“
bringt Literatur als Ausdrucksform des Erinnerns in den Grünen Salon der Volksbühne.

Vier Künstler*innen aus dem Netzwerk der Coalition for Pluralistic Public Discourse (CPPD) lesen aus ihren aktuellen Veröffentlichungen und loten im Anschluss mit ihren Gesprächspartner*innen Möglichkeiten aus, wie Literatur Erinnerungskultur weiterdenken kann. Den Horizont bildet die Frage nach einer aktualisierten Erinnerungskultur, die der pluralen Gegenwart unserer Gesellschaft entspricht.

Teilnehmende Künstler*innen:

Melina Borčak | „Mekka, Mekka“
„Das erste große Buch zu antimuslimischem Rassismus – bissig, scharfsinnig und überraschend unterhaltsam.
(Hanser, 2023)

Max Czollek | „Versöhnungstheater“
„Eine kritische Analyse der deutschen Erinnerungskultur: Klug und polemisch seziert Bestsellerautor Max Czollek den Wandel im deutschen Selbstverständnis.“
(Hanser, 2023)

Jelena Jeremejewa | „Seit September will ich nach Kiew“
„Ein Ukraine-Tagebuch.“
(parasitenpresse – Verlag für neue Literatur, 2023)

Daniel Gerzenberg | Buchpremiere „wiedergutmachungsjude“
„Daniel Gerzenberg erzählt in Versen voll bestechender Offenheit davon, (…) wie Literatur zum Richterhammer werden kann, der ins Recht setzt, was die Wirklichkeit verwehrt.“
(Rohstoff/Matthes & Seitz Berlin, 2023)

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Was verändert sich, wenn wir jenen Stimmen wirklich zuhören, die längst an der Erinnerung und Zukunft europäischer Gesellschaften mitarbeiten? Erinnerungskultur ist in ganz Europa ein umkämpftes Feld. Das Dynamic Memory Lab „listening | re:member | re:act“ zeigt Erinnerung als Praxis: lebendig, plural, veränderbar – und als etwas, in das eingegriffen wird. Im Mittelpunkt stehen Menschen und Initiativen, die inmitten gesellschaftlicher Krisen handlungsfähig bleiben: Sie erinnern, organisieren, widersprechen, verbinden, reparieren und schaffen Räume, in denen solidarische Formen des Zusammenlebens möglich werden. Ihre Arbeit ist Intervention und Reflexion zugleich – sie verschiebt, woran in Europa erinnert wird und wer dabei spricht.

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