Dialogperspektiven | Interreligiöses Dialogforum in Wien

Am 15. Mai 2024 lud PARTES zu einem interreligiösen Dialogforum nach Wien ein, um partizipative Ansätze zum Schutz von Gebets- und Kultstätten zu diskutieren. Dialogperspektiven nahm daran teil und tauschte sich intensiv über Polarisierung und Ursachen von Extremismus aus. Im Fokus standen extremistische Äußerungen und Gewaltandrohungen gegen Gebets- und Kultstätten sowie Dialogformate in unterschiedlichen Kontexten. Präventionsmaßnahmen und die Bedeutung angemessener Reaktionen wurden thematisiert. Religionsgemeinschaften, Institutionen und Dialogformate sind häufig Opfer von Gewalt und extremistischen Angriffen, was ihre Arbeit erheblich erschwert. Daher fand ein wertvoller Austausch zwischen Gemeinden, Verbänden und Institutionen statt, bei dem vorhandene Expertisen im Umgang mit extremistischen und polarisierenden Meinungen und Bedrohungen geteilt wurden. Besonders hervorgehoben wurde die Notwendigkeit ausreichender Ressourcen, um präventive Maßnahmen zu entwickeln und Extremismus wirksam zu bekämpfen.
Die Teilnehmer*innen betonten die Notwendigkeit, Religionsgemeinschaften und Dialogformate besonders zu schützen und in Präventionsmaßnahmen einzubeziehen, da sie häufig Ziel extremistischer Gewalt seien. Die Rolle der Religionsgemeinschaften und der Gesellschaft im Kampf gegen Extremismus wurde intensiv diskutiert. Religionsgemeinschaften können eine Schlüsselrolle bei der Prävention spielen, indem sie positive Botschaften der Toleranz und des Zusammenhalts verbreiten und gleichzeitig Ressentiments in den eigenen Reihen ansprechen und bearbeiten. Erfolgreiche Beispiele aus religiösen und zivilgesellschaftlichen Kontexten zeigen, wie effektiv Präventionsmaßnahmen auf kommunaler Ebene sein können. Diese Ansätze verdeutlichen, dass trotz der Bedrohung durch Extremismus wichtige Fortschritte möglich sind. Abschließend forderten die Teilnehmer*innen politische Unterstützung und notwendige Veränderungen, um effektive Maßnahmen gegen Extremismus zu fördern und den Schutz religiöser Gemeinschaften und Dialogformate zu gewährleisten.

 

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